Psychomotorik / Motopädie

Motopäden sind Fachkräfte die in den Förder- und Therapiestunden pädagogisch-präventiv oder therapeutisch-rehabilitativ arbeiten.

Die Motopädie ist eine ganzheitliche Förderung in der psychologische, pädagogische, sport- und erziehungswissenschaftliche mit medizinischen Erkenntnissen und Methoden verknüpft werden. In den Vordergrund wird der Spaß an der Bewegung gestellt.

Diese Arbeitsweise orientiert sich an den Stärken und Bedürfnissen der einzelnen Menschen. Motopädie beschreibt den untrennbaren Zusammenhang zwischen körperlich/motorisch & geistig/seelischen Prozessen, zwischen Wahrnehmen, Erleben, Denken und Handeln eines Menschen innerhalb seiner materiellen und sozialen Umwelt.

Über Wahrnehmung und Bewegung werden Lernprozesse in Gang gesetzt. Kein menschliches Handeln erfolgt ohne den Einsatz von Bewegung.

Ich – Kompetenz
Durch die Bewegung und das Auseinandersetzen mit dem eigenen Körper in Bewegung werden Fähigkeiten ausgebildet. Diese Fähigkeiten entwickeln sich zu Kompetenzen und beeinflussen positiv das Tuen der Kinder. Das Kind entwickelt ein Körperbild und erfährt Selbstsicherheit im eigenen Handeln. Außerdem lernt das Kind sich und seinen Körper richtig einzuschätzen.

Material – Kompetenz
Eine Vielfalt an verschiedenen Materialien bietet dem Kind die Möglichkeit sich damit zu beschäftigen, auszuprobieren, zu erkunden und zu verstehen. Dadurch wird unter anderem die Konzentrationsfähigkeit sowie die Geschicklichkeit im Umgang mit den Materialien gestärkt. Das regt die Phantasie an und fördert die Eigenkreativität der Kinder.

Sozial - Kompetenz
In der Kleingruppenarbeit und vor allem in Bewegungslandschaften lernen Kinder schnell aufeinander Rücksicht zu nehmen, sich gegenseitig zu helfen, wertschätzend miteinander umzugehen und sich zu unterstützen. In Gruppen findet immer gleichzeitig eine Sprachförderung statt. Kinder lernen sich auszudrücken, ihre Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen, Konflikte allein oder mit Hilfe zu lösen.

Die motopädische Förderung findet in Einzel-, Kleinst- bzw. Kleingruppenförderung statt. Speziell angesprochen werden Kinder und Jugendliche die...

  1. ängstlich und gehemmt wirken, die sich wenig zutrauen.
  2. ungeschickt, unsicher oder schwerfällig in ihren Bewegungen sind.
  3. häufig „anecken“, das Gefühl von tapsigen Verhalten vermitteln.
  4. unkonzentriert und unruhig erscheinen.
  5. emotional labil und unausgeglichen wirken.
  6. eine geringe Frustrationsgrenze zeigen.
  7. Schwierigkeiten im Sozialverhalten aufweisen.
  8. Schwierigkeiten beim Sprechen aufzeigen.
  9. Spaß an Spiel und Bewegung haben.

Die Gruppengröße richtet sich nach der Größe des in der Einrichtung vorhandenen Bewegungsraumes.

Die Kosten für die motopädische Förderung Ihres Kindes werden in der Regel nicht von den Krankenkassen getragen. Sollte Ihr Kinderarzt oder eine andere Fachstelle einen Förderbedarf mit dem Schwerpunkt Motopädie/ Mototherapie/ Psychomotorik feststellen, kontaktieren Sie mich und ich bespreche mit Ihnen den Weg der Finanzierung. In der Regel können die Kosten der Förderung im Rahmen der Frühförderung (Kinder von 0 bis 6 Jahren) bzw. Eingliederungshilfe (ab Schuleintritt) über den Kreis Soest finanziert werden. Bei der Antragstellung für die Kostenübernahme bin ich gern behilflich. Des Weiteren besteht die Möglichkeit die Kosten für die motopädische Förderung selber zu tragen. Gern beantworte ich Ihnen Ihre Fragen.